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März 2009
In der Wüste hier gibt es kaum Niederschlag, aber zwei "Regenzeiten". Eine Regenzeit gibt es im späten Sommer, meistens August, wobei ca. 50 Prozent des Niederschlages fällt. Die andere Hälfte ergießt sich im Winter. Obwohl hier die "Sonoran Desert", die Sonorawüste, liegt, kann man hier die größte Artenvielfalt der USA und eine der größten weltweit bewundern. Viele Kakteen und Springblumen blühen jetzt, andere sind schon wieder verblüht. Dieses Jahr gab es bisher noch nicht viel Regen, weshalb noch nicht so viele Blumen wie sonst üblich aufgegangen sind. Zwar kommt es vor, dass es hier für mehrere Monate nicht regnet, aber wie alle Pflanzen brauchen auch diese in der Wüste ihr Wasser.
Neben dem Langstreckenlaufen mache ich im Track Team auch Stabhochsprung. Wir haben jetzt jede Woche einen Wettbewerb, wo wir gegen andere Schulen antreten. Ich wurde als einer von fünf Schülern zu "character counts" nominiert, eine Auszeichnung für herausragende Schüler. Aus diesem Anlass bekamen wir Frühstück mit dem stellvertretenden Schulleiter. Nachmittags, wenn ich Track Training habe und wir nahe der Schule Langstrecken laufen, merkt man derzeit die Auswirkungen von dem trockenen Wetter: Der ganze Staub wird durch die Luft gewirbelt. Übrigens, wo wir gerade beim Thema Staub sind, ich habe meinen ersten "Staubteufel" (Dust Devil) gesehen. Der sieht aus wie ein Wirbelsturm, ist aber klein und harmlos.
Eine von meinen Freunden ist Mitglied einer Tanzklasse in Sabino, darum haben meine Freunde und ich uns die "Sabino Danceshow" angeschaut.
Im März gab es dann auch für die Schülervertretung von Sabino eine große Aktion: Wir planten das "All School Picnic", ein Picknick für die ganze Schule. Das bereitete uns viel Spaß, aber war natürlich auch viel Arbeit: 2000 Flaschen mit Wasser wurden eingekauft und durch die Schule transportiert, bis sie dann endlich am richtigen Platz, dem Baseball Feld hinter Schule, angekommen waren. Dasselbe wurde anschließend mit den Hotdogs und den Hotdog Brötchen gemacht. Zusätzlich kamen noch Sitzgelegenheiten, Zelte und was wir sonst noch brauchten hinzu... Ich glaube man kann sich vorstellen, das da schon einiges zu tun war, vor allem, da wir ungefähr 1500 Schüler an der Sabino High School sind. Allerdings war es im Endeffekt ein gutes Gefühl, als dann alles fertig war. Die Army und die Marines kamen auch und verschiedene Dinge wurden zur Unterhaltung aufgebaut.
Am Ende des Monats gab es schließlich einen Ausritt, der unter anderem durch einen "Wash", ein trockenes Flussbett, führte. Hier in Tucson ist Reiten ziemlich beliebt und viele von uns Austauschschülern nahmen teil.
Februar 2009
Hier in Arizona gibt es nur einen kurzen Frühling, der inzwischen die Wüste erblühen lässt...
Man merkt, dass es jeden Tag wärmer wird und auch die Schlangen und Echsen sind wieder zu sehen. Mein Gastvater und ich besuchten Ende Februar den Nationalpark Chiricahua, wo wir viele wunderschöne und sehenswerte Felsformationen bewundern konnten. Früh morgens um fünf machten wir uns auf den Weg um Vögel zu beobachten, wie zum Beispiel Kraniche, die über den Winter hinweg im Süden Arizonas sehr verbreitet sind. Sogar einige Pelikane konnten wir beobachten -eine Seltenheit! Pelikane kommen nämlich eigentlich vom Meer. Die Tierwelt ist unglaublich vielfältig. Im Südwesten von Tucson wurde sogar ein Jaguar gesehen!
Im Übrigen bin ich jetzt im Track Team (Langstreckenlauf) der Schule und habe dort schon viele Leute kennengelernt.
Ein groß gefeierter Tag in den USA war und ist der Valentines Day bzw. Valentinstag . An unserer Schule gab es aus diesem Anlass eine freiwillige Valentines -Themenwoche, die sich "TWIRP week" nannte. "TWIRP" steht für: "The Woman Is Required to Pay", was soviel heißt wie "Die Frau muss bezahlen". So mussten die Mädchen den Jungen montags eine Überraschung in der ersten Schulstunde hinterlassen. Dienstag war dann "Lunch Day", an dem die teilnehmenden Jungen Lunch, also Mittagessen, von ihrem "TWIRP" Partner bekamen. Mittwoch mussten die Mädchen schließlich für die Jungen und für sich selbst ein T-Shirt fertigstellen und den ganzen Tag tragen. Nachdem die Tage über die Mädchen den Jungen Gefallen getan hatten, war der Donnerstag dann Tag des "Return the favor" oder auch "Gib den Gefallen zurück". Diesmal lag die Aufgabe also bei den Jungen, sich etwas einfallen zu lassen. Am Freitag, dem letzten Tag der "TWIRP- week", wurden die Karten und Kleinigkeiten, die ein jeder unter der Woche für gute Freunde kaufen konnte, zusammen mit einer Blume vom Schulchor ausgeteilt. Dieser gab dann auch jeder Person, die eine Grußkarte bekommen hatte, ein Ständchen. Den Start ins Wochenende und das Ende der Valentinstagwoche bildete schließlich eine kleine Feier eines Freundes, zu der ich am Samstag eingeladen wurde.
Mitte Februar wurde unsere Garage dann von den "Javelinas" , den Wildschweinen, die hier leben, verwüstet. Das hört sich erst einmal merkwürdig an... Grund dafür war jedoch, dass wir vergessen hatten , das Garagentor abzuschließen.
Unter den vielen Ereignissen im Februar war das Rodeo und die damit verbundenen Feierlichkeiten jedoch das größte von allen. Tucson besitzt eines der größten Rodeos und gehört damit zu den Top 20 Amerikas. Jedes Jahr zu Beginn der Rodeo Saison wird gefeiert.
Die Feierlichkeiten beginnen donnerstags mit der Rodeoparade, die größte nicht motorisierte Parade in den USA, und enden sonntags mit dem "Final Rodeo". Dieses Jahr gab es viele verschiedene Cowboy Rodeo Events anzuschauen wie "bareback riding, steer wrestling, saddle bronc riding, tie-down roping, women's barrel racing, team roping and bull riding". Das machte das ganze Rodeo zu einem wirklich besonderen Erlebnis. Neben dem Rodeo ist Tucson übrigens auch oft in Film und Fernsehen präsent. So wurden hier beispielsweise Szenen aus "Transformer 2" gedreht und derzeit ist Tucson Teil der Fernsehshow "Extreme Housemakeover".
Dezember 2008
Hallo!
Dieses Jahr erlebte ich den wohl wärmsten Winter, den ich jemals hatte. Auch im Dezember kann man hier sogar noch oft mit T-Shirt herumlaufen! Nachdem ich Anfang diesen Monats das Musical "Hair" besucht hatte, erlebte ich schöne und interessante Feiertage...
Meine Weihnachtszeit in Amerika war ein sehr besonderes Erlebnis. Am ersten Advent stellte ich fest, dass man hier nicht traditionell einen Weihnachtskranz mit vier roten Kerzen aufstellt, dafür jedoch sehr viel an Weihnachtsdekoration. Viele Häuser waren regelrecht mit Lichtern "bedeckt" und in Einkaufszentren wurde Kunstschnee verkauft. Am sechsten Dezember erfuhr ich noch einen Unterschied zwischen den deutschen und amerikanischen Weihnachtsbräuchen: In Amerika wird kein Nikolaus gefeiert. Aus diesem Grund entschied sich Femke, eine Austauschschülerin aus den Niederlanden, ein "Het Feest van Sinterklaas" zu veranstalten- Nikolaustag, wie er in den Niederlanden gefeiert wird. Zum zweiten Advent wurde ich von einer Klassenkameradin zu dem "Festival of Carols" , einer Weihnachtsvorstellung in einer Christlichen Kirche, eingeladen. "Christliche Kirche" bedeutet, dass die Kirche weder katholisch oder evangelisch noch baptistisch ist, sondern einfach nur allgemein christlich. Kathrina, das Mädchen, das mich zu der Vorstellung eingeladen hatte, spielt im Orchester der Kirche.
Mitte Dezember wurden in der Schule die "Finals", die Abschlussarbeiten eines jeden Fachs, über die Themen des ersten Halbjahres geschrieben. Das Wochenende vor Weihnachten wurden ich und andere Austauschschüler von dem lokalen Vertreter unserer Austauschorganisation, "Coach" , zum Abendessen eingeladen. Jeder von uns bekam zusätzlich eine mit vielen Kleinigkeiten gefüllte Socke. In Amerika ist es Brauch, dass man vor Heilig Abend einen Socken am Kamin aufhängt. Dabei handelt es sich aber um keine normale Socke, sondern um eine Weihnachtssocke, "the Christmas stocking", in die der Weihnachtsmann kleine Geschenke hineinpackt.
Weihnachten feierten wir schließlich mit der Familie, Freunden und Verwandten. Ich hatte natürlich ein bisschen Heimweh, weil es mein erstes Weihnachten ohne meine Familie war, aber schließlich war ja meine Gastfamilie da und wir hatten viel Spaß! Nach Weihnachten, genauer am 26. Dezember, fuhren wir nach Sedona, der "Red Rock Country", welche im Norden Arizonas liegt. Es war wunderschön dort, aber auch um einiges kälter. Das war aber nicht so schlimm, denn so konnte ich ein bisschen in Winterstimmung kommen. In Sedona sind wir viel gewandert und verbrachten viel Zeit mit der Familie.
Zu Neujahr wurde ich dann zu einer kleinen Neujahrsfeier eingeladen. Feuerwerke gab es dort leider kaum zu bewundern, da es aufgrund der hohen Brandgefahr nicht erlaubt ist, Feuerwerksraketen in der Wüste abzuschießen.
Viele Grüße,
Gerrit Öhm
November 2008
Die Wahlen in den USA waren sehr interessant. In unserer Schule hatten wir eine Aktion, bei der auch Schüler wählen konnten, um zu sehen, was die jüngeren Generationen wählen würden.
Anfang November hatte meine Schule ein Footballspiel gegen unsere Rivalen. Dort waren ziemlich viele Zuschauer.
Es gab im November auch einige Partys, unter anderem auch "Pool Partys". Als wir im Pool waren lag in Deutschland schon Schnee. Hier ist es immer noch warmes Wetter. Wir haben auch einen Filmabend und eine "Surprise Party" gemacht.
Im SSAC, der Schülervertretung von verschiedenen Schulen, planen wir jetzt was wir dieses Jahr machen wollen. Von der Schülervertretung haben wir als "teacher appreciation" kleine Geschenke für die Lehrer gemacht.
An einem Sonntag machten verschiedene Austauschschüler und ich bei einer Kirche Vorträge über unsere Herkunftsländer. Es war sehr interressant neues über andere Kulturen und dabei auch neue Leute kennen zu lernen.
Wir hatten ein Treffen von dem Schwimmteam, bei dem Ehrungen gemacht wurden. Ich habe eine Urkunde als "Varsity Swimmer" und ein Sabino "S" bekommen.
Weil in der Woche vom 17ten zum 21ten November Internationale Bildungswoche war, habe ich in der Schule in fast jedem Fach einen Vortrag über Deutschland gemacht. Am Freitag waren alle Austauschschüler zum Frühstück mit der Schulleiterin eingeladen. Es gab typisches amerikanisches Frühstück. Die Presse kam auch, weil Sabino High School die meisten Austauschschüler in einem weiten Umkreis hat.
Mitte November war meine Familie und ich bei unseren Nachbarn zum Grillen eingeladen. Am selben Wochenende veranstalteten die "Juniors" aus der Schülervertretung, das heisst alle aus dem 11ten Jahrgang, ein Golf Turnier um Geld für "Prom", einen grossen Schulball nächstes Jahr, zu verdienen. Am Sonntag lernte ich mit ein paar Freunden Mathe.
Am 25 November fuhren wir nach Californien. Mein Gastonkel wohnt mit seiner Familie in Los Angeles und die Eltern meiner Gastmutter wohnen in Santa Barbara. Dort feierten wir "Thanksgiving". An Thanksgiving wird viel gegessen. Es gab Truthahn mit Cranberrys, Kürbiskuchen, Salat und mehr. Am Donnerstag wurde ich von meinem Gastonkel durch Los Angeles gefahren und bekam "Beverly Hills, Hollywood und viele andere berühmte Orte zu sehen. Bei meinen Gastgrosseltern sah ich auch den Ozean. Das Klima dort lässt viele verschiedene Pflanzen zu, so konnte ich Kiwi, Granatäpfel und Zitronen frisch vom Baum essen. Das war wirklich lecker! Ich habe dort auch viele Kolibries beobachtet.
Man sieht schon überall ziemlich viel Weihnachtsdekoration. Viele Leute haben ihre Häuser schon vor einem Monat mit viel Lichterschmuck dekoriert. Ich bin schon gespannt, wie das im Dezember aussieht.
Oktober 2008
Ich bin jezt schon fast drei Monate in den USA! Die Zeit vergeht ziemlich schnell. Hier gibt es schon seit ich hier bin viele Gespräche und Aktivitäten rund um die Wahlen. Man lernt viele verschiedene Meinungen kennen. Anfang Oktober wurden ich und meine Gastfamilie zum Grillen bei unseren Nachbarn eingeladen. Es gab Hot Dogs und Marshmallows. Meine Gastoma liebt Filme, darum haben wir einen Filmeabend bei ihr gemacht.
Ich habe mich für das SSAC (Superintendent's Student Advisory Council), eine Schülervertretung, die aus Schülern von verschiedenen Schulen besteht, beworben und wurde auch angenommen. Das erste Treffen war Anfang Oktober. Eins der größten Veranstaltungen im Oktober war Homecoming. Homecoming ist eine Woche, in der das Schulfootballteam geehrt wird. Homecoming ging vom sechsten bis zum zehnten Oktober.
In der "Homecoming Woche" gab es zu jedem Tag ein Thema. Am Montag war "Jersey day", das heisst man sollte Sportskleidung oder etwas in der Art tragen. Da ich im Schwimmteam bin, trug ich mein Schwimmteam Shirt und Shorts. AmDienstag war das Thema "Tie day", alle die wollten trugen Krawatten und bunte T-shirts. "Go Green" war das Thema des Mittwochs, jeder sollte entweder etwas tragen, das die Umwelt unterstützt oder grün ist. Während der Homecoming Woche hatte jeder Jahrgang ein Thema. Das Hauptthema war "Classic Action Movies" die "Freshmen" (Abschluss 2012) hatten Jaws (Der weiße Hai ) als Thema. Die "Sophmores" (Abschluss 2011) hatten Batman-The Dark Knight als Thema. Das Thema der "Juniors" (Abschluss 2010) war Jurassic Park I und die "Seniors"(Abschluss 2009) hatten den neusten Indiana Jones Film als Thema. Am Mittwoch sind alle Schülervertretungs- Mitglieder in der Schule geblieben und haben bis 10 Uhr Abends dort an unseren Schulfluren gearbeited. Wir haben die Wände der Flure und die Decke dekoriert. Am Donnerstag hatten wir dann auch die "Themesongs" von den Filmen in den Fluren und in jedem Flur gab es einen Platz wo die Namen von allen Mitgliedern des Jahrgangs standen, man konnte auch seinen Namensschild als Erinnerung mitnehmen. Am Donnerstag waren Jahrgangs T-shirts angesagt! Die Schulflure blieben den ganzen Tag über, nur die Sophmores hatten Pech, denn jemand hatte ein bisschen von ihrem Schulflur runtergerissen, ein Lehrer hat daraufhin Schüler dorthin geschickt, um die heruntergerissenen Stücke aufzuräumen. Die Schüler haben das aber falsch verstanden und räumten den ganzen Schulflur auf. Später gab es eine Versammlung aller Schüler in der Aula. Es gab erst Clips von verschiedenen Filmen, dann sang ein Lehrer die Nationalhymne und die Cheerleader machten auch eine Vorstellung.
Die Footballplayer wurden natürlich auch noch vorgestellt. Vor dem Asslebly gab es noch die Übergabe eines 10,000$ Preises an das Mathe Departent meiner Schule, da wir ein so viele neue Technik benutzen. Der Freitag war Schulfrei , wir Shülervertretungs- Mitglieder arbeiteten aber von 10:00 Uhr morgens auf dem Schulgelände, wir bauten den "Homecoming Float" auf, das ist ein Hintergrund zu dem Filmthema des Jahrganges und verschiedene Dinge dazu. Wir arbeiteten die ganze Woche Nachmittags an den Floats und es war ein tolles Gefühl sie endlich fertig zu sehen. Es dauerte bis zum Abend bis alles fertig war. Wir bauten die Floats neben einem hohen Zaun auf und die Sophmores hatten ein paar Probleme weil es so windig war, denn ihr Float war gut fünf oder sechs meter hoch... . Der Float waren grosse Bilder auf Holzplatten, zu unserem Homecoming Thema, und dann noch Dinge wie ein Wasserfall und Pflanzen oder auch ein kleiner Teich mit Fischen. Drei der vier Floats hatten ein Auto, und alle hatten natürlich Filmmusik. Als wir fertig wurden kamen schon die ersten Besucher, wir haben unsere Floats nämlich am Eingang des Football Stadiums aufgabaut, und am Abend war das Homecoming Footballspiel. Wir Schülervertretungs- Mitglieder blieben bei unseren Floats und riefen Dinge wie: "Vote for 2010 - vote for Jurassic Park!; Vote for Jurassic Juniors!!", denn jeder Besucher bekam eine Karte die er in eine Box bei einem Float stecken konnte um den schönsten Float zu wählen. Der 11 Jahrgang, in dem ich auch bin, hat gewonnen !Am Abend des nächsten Tages war "Homecoming Dance", es kamen nicht so viele Leute, hat aber trotzdem Spass gemacht. Die DJs waren gut und es gab auf einer grossen Leinwand Musikvideos zu sehen. Mitte Oktober war das erste Quater des Schuljahres zu Ende, ich bin mit den Noten zufrieden. Am nächsten Wochenende sind ich und mein Freund Hä Sung (David) aus Korea mit seiner Hostfamilie zu einem riesigen Kürbisfeld gefahren, wo ma sich seine Kürbisse für Halloween selbst aussuchen kann. Später haben wir die Kürbisse dann auch ausgehöhlt. Am 18 Oktober war mein Freund Timur's Geburtstag. Am Ende vom Oktober half ich vom Key Club bei einer Blutspendeaktion, ich habe kein Blut gespendet, aber ich half als Volunteer. Ich betreute die Schüler, die Blut gespendet haben. Das war am 21 Oktober. Am 22 war Pasta Party von dem Schulschwimmteam. Es gab, wie der Name schon sagt, Spagetti und co. . Am Donnerstag der selben Woche hatte ich meien 16ten Geburtstag ! Das war wiklich ein cooler Tag!! Als ich morgens aus dem Bett gekommen bin, waren meine (Gast)Eltern schon bei der Arbeit (meine Mutter arbeitet in meiner Schule als Lehrerin, darum musste sie früher losfahren und mein Vater ist ein oder zwei mal in der Woche in Phönix, er verkauft dort Blumensamen). Aber das Frühstück war fertig auf dem Tisch und frisch gebackene "brownies" (vergleichbar mit Schokoladenkuchen) waren auf dem Tisch. Ich hatte allerdings, weil ich so spät dran war, keine Zeit, meine Geschenke zu öffnen, so öffnete ich am morgen nur einen Brief.Als ich und meine Schwester aus dem Haus kamen, konnten wir nicht sofort losfahren, denn das Auto war mit Toilettenpapier umwickelt. Als wir das endlich weggemacht haben, und auf die Strasse fahren wollten, mussten wir erst einmal vor der Einfahrt stoppen, weil diese mit einem grossen Poster:"Happy 16th Birthday" versperrt war. Als wir dann in der Schule ankamen, Bin ich erst in meine Matheklasse gegangen, um ein bisschen nachzuholen und zu wiederholen. Dann als es zur ersten Stunde in meinen "Electronic Journalism" Raum kam, wartete die nächste Überraschung auf mich: Auf meinem Tisch waren Luftballons, Süßigkeiten eine Karte und ein Teller mit Brownies! Später in der Schule bekam ich noch zwei Luftballons. Wir hatten Abendbrot in einem Burgerresturant "Foodruckers", wo man sich seinen Hamburger selbst machen kann. Am nächsten Tag, Freitag, gab es dann meine Geburtstagsparty. Die war wirklich gut! Es gab Lagnese. Erst waren wir ein bisschen am Lagerfeuer und hörten Musik. Am späteren Abend schauten wir den Film "In bruges" (Brügge sehen und sterben). Ich habe unter anderem einen Riesigen cookie bekommen. Der Samstag Nachmittag war auch vollgeplant, ich machte half beim Halloween Kindercarnival.Den ganzen Monat über war das Haus dekoriert für Halloween und jetzt am Ende des Monats ist es endlich Halloween!! Ich war als Doktor verkleidet. Am Freitag, (Halloween) bin ich mit meinem Freund Roland nach Phönix gefahren, da seine Geschwister auch im Schwimmteam sind und in in den Arizonaweiten Wettbewerb gekommen sind und wir sehen wollten, welchen Platz sie dort erreichen. Abends dann gingen wir "Trick or Treating". Dann gingen wir in einem "Cowboyresturant" essen, danach sahen wir uns Feuerwerke an.
Der Samstag war auch gut, wir waren für sechs oder sieben Stunder bei dem Pool, am Anfang war es ziemlich heiss, zum Glück hatten wir kleine Zelte, viele Leute hatten Sonnenschirme oder aber auch Regenschirme gegen die Sonne. Sabino, meine Schule hat zweiten Platz gemacht, was sehr gut ist!Abends sieht man hier jezt immer, wenn das Licht an ist, viele Insekten. Leztens habe ich eine grosse Stabheuschrecke gesehen. Andere Interessante Tiere sind die Schlangen. Man sieht nicht so oft giftige Schlangen, bis jetzt habe ich zwei Kingsnakes, schöne schwarze Schlangen, die Mäuse essen, und zwei Gophersnakes gesehen. Eine kleine Gophersnake habe ich sogar gefangen, dann aber wieder freigelassen. In der nähe, wo ich lebe, gibt es einen kleinen Park, der Aqua Caliente Park. Dort gibt es ganz viele Palmen und ein paar Teiche und eine kleine Quelle mit warmen Wasser. Normalerweise gibt es dort Schildkröten im Teich, jetzt allerdings verkriechen sie sich schon langsam, weil es Herbst wird. Viele Leute machen in dem Park Hochzeitsfotos, da alles dort so schön aussieht.
Ganz viele Grüsse aus der immernoch heissen Wüste,
Gerrit
September 2008
Mir geht es echt gut! Ich bin mehr und mehr im amerikanischen Alltag angekommen.
Die ersten Wochen waren überhaupt nicht schwer für mich und ich bin gut mit allem klar gekommen. Heimweh habe ich auch kein Richtiges.
Am ersten Schultag habe ich erst gedacht, dass es schwierig wird, Freunde zu finden, allerdings habe ich ziemlich schnell neue Freunde gefunden.
Viele neue Freunde habe ich durch Schulaktivitäten bekommen. Ich bin jetzt Mitglied im "Keyklub", der macht soziale Aktivitäten und mit dem Schwimmteam haben wir jetzt jede Woche ein Wettbwerb gegen andere Schulen.
Ich liebe den Schulspirit in Amerika. Viele Schulen haben ihr eigenes Schultier, Schulfarben, einen "Fightsong" zum anfeuern der Schulteams. Meine Schule, die "Sabino High School", hat die Schulfarben Lila und Gold, das Schultier ist eine "Sabercat". Mit der Schülervertretung war ich auf einer Schulspirit Konferenz. Dort waren zwei Sprecher, die über verschiedene Alltagsdinge berichtet haben. Es waren Schülervertretungen aus 12 verschiedenen Schulen aus Tucson und Umgebung da.
Ein Event bei dem der "Schulspirit" sehr gut sichtbar wird sind die Footballspiele. Jede Schule hat ihr eigenes Footballfeld und zu den Spielen kommen ziemlich viele Schüler.
Ich habe ein gute Beziehung zu meiner Gastfamilie und wir unternehmen vieles miteinander. Jedes Wochenende gibt es etwas zu unternehmen. Meinem Gastvater macht es viel Spass, heimische Tiere einzufangen um sie mir zu zeigen. So habe ich schon einige Taranteln und Echsen zu sehen bekommen.
Was mein schönstes Erlebnis ist, ist, glaube ich, die Fahrt zum Grand Canyon. Ich lebe ja im "Grand Canyon Staat" Arizona, und darum habe ich auch schon die Möglichkeit bekommen zum Grand Canyon zu fahren. Das war wirklich wunderbar. Wir sind zwar nicht bis zum Colorado River gewandert aber haben an einem Tagestrip doch einiges geschafft. Nachdem ich am Grand Canyon war, denke ich, dass das ein Platz ist, den jeder einmal gesehen haben sollte. Aber die "Ironie" ist, dass von allen Austauschschülern, die mit zum Grand Canyon gekommen sind, keiner der Eltern je dort war.
In der ersten Woche oder in den ersten Wochen musste ich mich erst einmal umstellen. Da ich hier einen ganz anderen Tagesablauf habe. Meine Schule fängst um 7:40 an. Wenn man Probleme hat, kann man früher kommen und bekommt Hilfe von den Lehrern. In der Woche habe ich Nachmittags Schwimmtraining.
Die größte Herausforderung für mich war gut auf amerikanische Redensarten zu reagieren und mich nicht von Umgangssprache irritiren zu lassen. Am Anfang war ich immer irritiert, wenn mich Leute mit: "What's up?" angesprochen haben. Jezt weiss ich, dass es eine einfache Begrüßung ist.
August 2008
Ich bin Gerrit Öhm, Austauschschüler in Tucson, Arizona. Ich bin seit dem dritten August in Amerika. Der Flug verlief gut, ich bin von Bremen über Amsterdam, Philadelphia und Phoenix nach Tucson geflogen. Den ganzen Flug über war ich wach - nur von Phoenix nach Tucson habe ich den ganzen Weg geschlafen - nach der Landung musste mich eine Flugbegleiterin wecken, ich war der letzte, der das Flugzeug verlies.
In Tuscon ist fast immer gutes Wetter und es ist immer schön warm. Ich bin in der Tucson Sonoran Desert und deshalb habe ich erst gedacht, dass es hier unglaublich heiß ist, aber es ist auszuhalten und die Wüste ist grüner als man denkt. Meine Gastfamilie ist echt cool, ich habe auch schon die Verwandschaft kennengelernt.
Ich bin schon eine Woche bevor die Schule angefangen hat in die USA gekommen. In dieser Woche habe ich auch einiges kennengelernt. In der ersten Woche waren ich und meine Gastfamilie zu einem "Quincinera" eingeladen, einem mexikanischen katholischen 15ten Geburtstag. Mit Student Council, dem Student Government, haben wir ein "Midnight Madness" gemacht. Das war lustig und ich habe viele Leute kennengelernt. Ich war auch mit meinem Coach, dem lokalen Betreuer, und ein paar anderen Austauschschülern im Tucson Sonora Desert Museum und in einem Palmen Park. Um die Stadt herum sind Berge. Hier gibt es ganz viele interessante Tiere! In dem vorhin genannten Park ist ein See in dem ganz viele Schildkröten sind. Hier gibt es Taranteln, ich habe schon zwei gesehen. Doch Angst braucht man keine vor ihnen zu haben. Es gibt hier ganz große Frösche, große Heuschrecken und eine riesige Raupe habe ich auch gesehen. Doch am besten finde ich hier die vielen Echsen! Es gibt hier auch Schlangen und Skorpione, aber ich habe leider noch keine gesehen. Es ist eine ganz andere Natur als in Deutschland - es gibt viele große Kakteen aber keine großen Bäume. Nur einen großen Baum habe ich jetzt gesehen, einen Eukalyptus, aber der kommt eigentlich aus Australien.
Meine Schule ist ziemlich groß. Ich habe jeden Tag dieselben 6 Stunden:
Ich habe zwischen jeder Stunde 5 Minuten Pause um von Raum zu Raum zu kommen. Vor der fünften Stunde habe ich 35 Minuten Lunchbreak. Mit meinem Englisch komme ich erstaunlich gut zurecht und kann dem Unterricht deshalb gut folgen. Die Schule hier ist leichter, allerdings gehen wir den Schulstoff schneller durch und es gibt mehr Hausaufgaben. Ich habe auch schon viele neue Freunde gefunden und dazu kommen noch die vielen Leute, die ich während den Student Government Aktivitäten kennen gelernt habe. Außerdem habe ich noch einige Leute kennen gelernt weil ich im Schwimmteam meiner Schule bin. Wir trainieren von Montags bis Freitag jeden Tag 1,5 Stunden. Die einzelnen Unterrichtsstunden gehen länger als in Deutschland und sie sind nicht an allen Wochentagen gleichlang.
Das Essen hier ist viel Fast Food, allerdings lebe ich in der Nähe der mexikanischen Grenze und deshalb gibt es hier auch viel "Mexican Food". Ich habe auch schon neue Dinge probiert, die ich vorher noch nicht gegessen habe. Zum Beispiel: "PB and J - Peanut Butter and Jam"! Für alle, die das auch probieren wollen, hier das Rezept:
Man nimmt zwei Toastbrotscheiben, schmiert auf eine Hälfte Erdnussbutter und auf die andere Hälfte Gelee oder Marmelade und klappt dann beide Hälften zusammen. Enjoy your meal!
Es stimmt, dass es hier so gut wie nur Toastbrot gibt, es gibt auch Pumpernickel - die sind wie schwarzes Weissbrot. Hier wird viel mit Klimaanlagen gekühlt. In meinem Haus haben wir allerdings nur Ventilatoren, was ich auch besser finde, da die Klimaanlagen oft zu kalt sind. Ich bin froh, dass ich mich dazu entschieden habe einen Auslandsaufenthalt zu machen, denn es ist echt toll! Man lernt viele neue Dinge kennen und entdeckt viel und lernt viel dazu.