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++++ Nordlicht Stipendium 2005 ++++
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Im Jahr 2005 hat sich für fünf Bewerber der persönliche soziale oder kulturelle Einsatz gelohnt: Über ein Teil- oder Vollstipendium freuten sich am 8. April 2005 drei Mädchen und zwei Jungen.
Wie es ihnen vor der Abreise ging, welche Eindrücke sie in ihrem Gastland sammeln und was sie in "ihrem" Jahr sonst noch so erleben, erfährst du am besten von ihnen selbst! Denn unsere Stipendiaten melden sich regelmäßig mit neuen Berichten bei uns:
Hier ihre aktuellen Vorberichte (klicke dafür auf "mehr...")
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Name: Thoma
Alter: 16
Heimatort: Dagebüll (SH)
Gastort: Flatwoods (Kentucky, USA)
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Name: Constanze
Alter: 16
Heimatort: Bad Schwartau (SH)
Gastort: Swannanoa (North Carolina, USA)
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Name: Svea
Alter: 16
Heimatort: Sievershagen (MV)
Gastort: Greer (South Carolina, USA)
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Name: Frederik
Alter: 17
Heimatort: Hamburg
Gastort: Alger(Ohio, USA)
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Name: Dennis
Alter: 18
Heimatort: Neumünster (SH)
Gastort: USA
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Meine Monatsberichte
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Schon seit einigen Jahren war es mein Wunsch, ein Austauschjahr zu machen. Jetzt geht er in Erfüllung. Ich habe ein Teilstipendium von Nordlicht für soziales Engagement bekommen und fliege jetzt im August 2005 in die USA, um eine fremde Kultur und die Sprache besser kennen zu lernen. Natürlich freue ich mich auch schon auf die Menschen und meine Gastfamilie in Amerika. Ich hoffe, ich werde dort viele neue Freundschaften finden.
Durch die Schule wurde ich eigentlich erst auf das Nordlicht Stipendium aufmerksam. Ende Januar, 2 Tage vor Einsendeschluss, wurde bei uns in der Klasse ein Informationsbrief von Nordlicht aufgehängt. Ich durfte meine Bewerbung um ein Stipendium glücklicherweise noch nachreichen, da die Zeit sonst zu kurz gewesen wäre. Da die Stipendien für soziales Engagement vergeben werden, schrieb ich meine sozialen Tätigkeiten in die Bewerbung. Dass ich seit 2 Jahren aktiv in der Schülervertretung bin und mit den Schülersprecherinnen zusammen die Sitzungen der Schülervertretung leite (wo wir Vorschläge für eine bessere Gestaltung des Schullebens sammeln). In der Schulkonferenz versuchen wir dann die Ideen durchzusetzen; z. B. Patenschaften zwischen den 5.- und 10.-Klässlern oder die Teilnahme am Sozialen Tag,… (haben wir auch durchbekommen).Und dass ich selber eine kleine Patengruppe habe, sie in den Ablauf und die Örtlichkeiten des Schullebens eingewiesen habe und sie jetzt bei Gesprächen mit dem Lehrer unterstütze. Außerdem betreue ich oft die jüngere Schulvolleyballmannschaft bei Turnieren. Aktiver bin ich jedoch beim DLRG Niebüll. Dort helfe ich schon länger bei der Nichtschwimmerausbildung und der Fortgeschrittenengruppe des Vereins. Meine Mannschaftskollegen und ich nehmen mit Hilfe des Vereinstrainers die soziale Betreuung der Kinder wahr und führen eigenständige Trainingseinheiten durch.
Anfang März bekam ich dann Bescheid, dass ich ein Teilstipendium bekommen habe und am 8. April die Übergabe ist. Ich war ziemlich aufgeregt, doch es war echt nett gemacht mit Kaffe und Kuchen. Frau Müller hatte extra eine riesige Torte mit der USA Flagge gebacken. Außerdem fand ich es sehr spannend, welchen sozialen Aktivitäten die anderen Stipendiaten nachgehen. Am 9. und 10. April hatte ich dann auch schon das Vorbereitungsseminar in Neumünster. Wir haben zusammen mit den anderen, die ein Austauschjahr machen, über Schüleraustausche geredet und einige Rollenspiele auf Englisch gemacht. Das war echt lustig und informativ. Uns wurde gezeigt, wann wir mit unseren ausländischen Betreuern reden sollen oder wie wir z. B. Probleme selber lösen können. Wir hatten viel Spaß zusammen. Ich bin wirklich schon sehr gespannt auf mein Austauschjahr und hoffe, dass es mir dort gefallen wird. Am schönsten wäre es natürlich, wenn ich dort viel nette und sportbegeisterte Menschen kennen lerne, denn ich mag sehr gerne Sport (am liebsten Volleyball und Schwimmen). Angst habe ich eigentlich nicht, aber ich frage mich natürlich schon manchmal "Wie ist meine Gastfamilie so?", "Komme ich mit dem Schulstoff mit?". Diese Ängste sind aber auch ganz schnell wieder weg, wenn ich mir vorstelle, wie toll es werden kann, wenn ich mich erst mal eingelebt habe und für jeden Spaß zu haben bin. Viele meiner Freunde freuen sich, genauso wie meine Eltern und meine Brüder. Einige sind aber auch traurig, wir sehen uns immerhin fast ein Jahr nicht, aber wozu gibt es E-Mails oder Briefe? Außerdem ist es eine einmalige Chance mal aus diesem "alltäglichen" Schulleben raus zu kommen. Ich freue mich schon riesig auf den August, doch bis dahin ist ja noch viel zu tun, meine Abschlussarbeiten, Abschiedsparty und alles, was so zur Vorbereitung dazu gehört, lassen die Zeit bis August schnell vergehen.
Viele liebe Grüße
Thoma Albrecht
Meine Monatsberichte
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In ca. 30 Tagen ist es soweit. Dann kann es endlich losgehen.
Meinen Wunsch ein Austauschjahr zu machen, hatte ich schon lange gehegt und gepflegt. Ich war schon bei einigen Bewerbungsgesprächen verschiedener Organisationen gewesen, als ich über die Schule am Freitag, dem 21.1.05, von dem Nordlichtstipendium erfuhr. Unser Klassenlehrer fragte, ob jemand den Zettel mit der Internetadresse haben wollte. Ich dachte mir "probieren kannst du es ja mal" und nahm den Zettel an mich. Da die Zeit dränge und ich zehn Tagen später die Bewerbung abgeschickt haben musste, lud ich mir noch am selben Tag die Unterlagen herunter, füllte sie am Wochenende aus und bat meinen Klassenlehrer am Montag um ein Gutachten, das er für mich glücklicherweise schon für eine andere Organisation geschrieben hatte.
Bereits am Mittwochnachmittag ging ich zur Post. In einem Brief wurde mir mitgeteilt, dass KulturLife sich bei mir melden würde, wenn sie weitere Unterlagen haben wollten. Die Entscheidung würde Mitte März fallen. Lange Zeit passierte nichts. Durch ein Schulpraktikum und den üblichen Schul- und Alltagsstress vergaß ich, jeden Tag aufgeregt zum Briefkasten zu laufen. Erst Anfang März fiel mir wieder ein, dass sich KulturLife bei mir melden wollte. Da meine Freundin, die sich auch beworben hatte, auch noch nichts gehört hatte, wollte ich eine E-Mail schreiben und einfach mal nachfragen. Das erledigte sich jedoch am 3.3.2005, als plötzlich gegen 15.30 Uhr das Telefon klingelte. Da ich gerade etwas las und davon ausging, dass es der übliche Tagesanruf meiner Mutter aus dem Büro sei, hörte ich am Anfang nur halb zu. Als dann aber nicht die gewohnte Stimme zu hören war und jemand nach Constanze fragte, war ich schon etwas erstaunt. Als dann die Worte "Herzlichen Glückwunsch" und "Stipendium" fielen, war ich total geschockt und es hat mir erstmal die Sprache verschlagen. Erst nach dem Gespräch fiel mir auf, dass ich gar nicht wusste, wer mir in Kiel ein Stipendium übergeben wollte, da ich mich bei zwei Organisationen um eines beworben hatte. Das führte dann im Folgenden noch zu ein paar Missverständnissen. Doch bereits am Montag kam meine Mutter in die Schule, um mich aufzuklären. Meine Klassenkameraden freuten sich sehr für mich. An die Stunden danach kann ich mich leider nicht mehr erinnern :o)
Langsam kam der 8. April, der Tag der feierlichen Stipendienübergabe, näher. Die Aufregung ließ glücklicherweise bis zum besagten Tag auf sich warten. Auch vor dem Interview war ich nicht wirklich aufgeregt gewesen, was für mich sehr untypisch ist. Normalerweise kann ich eine Woche im Voraus nicht mehr schlafen und an nichts anderes mehr denken. Das Interview hat mir sehr gut gefallen, da es bei mir zu Hause stattfand und die Fragen, die mir gestellt wurden, mich zum Nachdenken anregten. Zuvor hatte ich auf die Frage "Warum willst du ein Austauschjahr machen" immer das geantwortet, was wohl alle antworten: Ich möchte Land und Leute kennenlernen, ihre Sprache, Kultur und Lebensweise. Eben die normale Standartantwort. Jetzt aber wusste ich, wieso ich mich wirklich für ein Auslandsjahr entschieden hatte: Ein Teil einer anderen Familie zu werden ist ein wunderbares Gefühl, wie ich mittlerweile bei einem einwöchigen Schüleraustausch in Schweden erfahren konnte. Ich möchte erfahren, wie es wäre, wenn ich in einem anderen Land geboren wäre. Wie die Menschen dort leben, vor allem, wie Jugendliche meines Alters dort einen üblichen Tag verbringen. Ist es sehr unterschiedlich? Reden sie über die gleichen Sachen? Haben sie den gleichen Humor? Mit welcher Einstellung gehen sie an die Schule und das Leben heran? Und die Schule. Haben sie mehr oder weniger Ehrgeiz, in der Schule Erfolg zu haben? Wie fühlt sich der "School Spirit" in Amerika an?
Diese und viele andere Fragen hoffe ich mir in dem Austauschjahr zu beantworten zu können. Ein Auslandjahr ist eine Erfahrung, die einem nicht mehr genommen werden kann. Man lernt so viele neue Leute kennen, denkt mehr selbst über sich und andere nach. Viele Eltern berichten, dass sie einen Jugendlichen gehen ließen und eine erwachsene Person wieder kam. Ich bin gespannt zu sehen, wie ich mich in dem Jahr verändern werde. Natürlich habe ich auch Angst und denke mir: Unter welchen Drogen hast du gestanden, als du dich für ein Austauschjahr entschieden hast? Wie kann man nur auf so eine Idee kommen! Aber ich denke, diese Ängste sind ganz normal und jeder Austauschschüler stellt sich hin und wieder solche Fragen. Im Moment bin ich voller Vorfreude und warte sehnsüchtig auf immer neue Nachrichten von KulturLife, zum Beispiel: "Wir haben eine Schule und Gastfamilie für dich" oder "Hier ist dein Abflugsdatum". Bis dahin werde ich die mir hier verbleibende Zeit genießen und wünsche euch da draußen alles Gute, bis zu meinem nächsten Bericht.
Meine Monatsberichte
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Halli Hallo liebe austausch-interessierte Leute! =)
Ich bin Svea aus Sievershagen bei Rostock im hohen Norden in Mecklenburg-Vorpommern und möchte euch einfach mal ein paar Gedanken über mein bevorstehendes Jahr in den USA geben und ein bisschen von mir erzählen.
Also: =)
Ich bin 16 Jahre alt und besuche die 10. Klasse des Goethegymnasiums in Rostock. Von einem Schuljahr im Ausland habe ich das allererste Mal mit allem Drum und Dran in der 9. Klasse erfahren. Ich muss sagen, dass es für mich aber auch nie zur Debatte stand 1 ganzes Jahr von zu Hause wegzugehen bzw. für 1 Schuljahr. Eigentlich war das Ganze nie was für mich. Ich mochte zwar besonders die Sprachen in der Schule gerne (Englisch + Französisch), aber mich hat einfach die Dauer eines solchen "Abenteuers" abgeschreckt. Damals (ich muss dazu sagen, dass meine Englischlehrerin ein wahrer Fan von einem Austauschjahr (ATJ) ist und somit jede Gelegenheit wahrnahm uns von einem ATJ zu überzeugen J) kam also ein ehemaliger Austauschschüler in unsere Klasse und hielt einen Vortrag über sein ATJ in Michigan/USA. Er hatte Photos, Karten und und und dabei. Es war zwar alles sehr interessant, aber ich war noch immer nicht überzeugt! =) Abends habe ich dann meinen Eltern von der Englischstunde berichtet. Mein allererster Eindruck war, dass sie von dem ATJ-Gedanken positiv angetan waren. (im Nachhinein muss ich sagen, dass das ein großer Vorteil war, da ich das Ganze nur noch mit mir persönlich ausmachen und nicht auch noch meine Eltern überreden musste). Irgendwie nahm ich die ATJ-Idee dann als Herausforderung an. Und dann war ich überzeugt, dass ich das machen wollte. Aber wie so oft bei mir kamen dann doch Zweifel über Zweifel und ich habe letztendlich den Rat meiner Eltern befolgt und mir überall im Haus Pro- und Contra-Listen aufgehängt, wo ich meine Zweifel und Erwartungen notiert habe. Nach einer Weile war ich sooo genervt von dieser Liste, weil man sie einfach überall gesehen hat und sich über die Vor- und Nachteile wie Heimweh,… im Klaren sein musste =), dass ich einfach beschlossen habe, dass so ein ATJ überhaupt keine schlechte Idee ist. Das ganze ist jetzt ungefähr 1 Jahr her und jetzt habe ich also ein Vollstipendium in den Händen und werde ich weniger als 4 Monaten losreisen!!! Achso: Vielleicht sollte ich meine damalige Liste veröffentlichen:
PRO
- Neue Freunde kennen lernen
- Sprache verbessern
- Neue Kultur kennen lernen
- Neue Traditionen (Gastfamilienleben)
- Mehr Selbstbewusstsein
- Vorteile für spätere Entwicklung (à Reife)
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CONTRA
- Dauer (10 Monate)
- Verlassen der Familie oder Freunde
- "Verlieren" 1 Schuljahres
- Wiederanpassungsprobleme
- Probleme mit Gastfamilie
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Wenn ich mir die Liste heute ansehe, dann hat sich meine Meinung zum "Verlieren" des 1 Schuljahres grundlegend verändert. Ich werde das Jahr höchstwahrscheinlich hier in Deutschland wiederholen. Aber das macht mir keine Probleme, weil es mir viel lieber ist, wenn ich etwas vollkommen Neues kennen gelernt habe als das ich das Jahr hier überspringe. Für mich haben dann auch damals eindeutig die Vorteile überwogen, genauso wie auch heute noch, nur dass ich noch viel mehr Pro-Argumente bzw. Leute, die ein ATJ gemacht haben kennen gelernt habe.
NUN IST DIE FRAGE, WIE ICH GERADE AUF KULTUR-LIFE GESTOßEN BIN!! Das war eigentlich alles eher ein Zufall. Meine Mutter hatte von der Organisation im Internet gelesen und hatte einen Erfahrungsbericht von Anne (aus Rostock!! *g*) ausgedruckt. Ich habe ihn gelesen und war von der Organisation schon rein persönlich sofort überzeugt. Der Hauptgrund war eigentlich, dass mir alles sehr familiär vorkam. Und so kam es auch, dass ich mich beworben habe und nach dem persönlichen Interview mit Anne bei mir zu Hause wurde ich dann angenommen.
Ein paar Wochen später kam dann ein Brief von Kultur-Life nach Hause geflattert. Als ich ihn öffnete sah ich, dass es sich um das Nordlicht-Stipendium handelte, dass seit 2004 für Schüler aus Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern für besonderes soziales Engagement vergeben wird, um ihnen einen Auslandsaufenthalt zu ermöglichen. Ich bin sofort auf die Internetseite vom Nordlicht-Stipendium gegangen und habe mir die Berichte der Stipendiaten von 2004 durchgelesen. Da es nur 2 oder 3 Vollstipendien und etwa gleich viele Teilstipendien gab, war die Chance relativ gering, dass ich eines bekommen würde. Aber ich habe es trotzdem probiert (dazu muss ich sagen, dass mir meine Eltern ganz schön in den Hintern treten mussten, damit ich mich aufraffe den Bericht über mich zu schreiben, weil das alles zu der Zeit geschah, in der die Lehrer die letzten Zensuren für die Halbjahreszeugnisse vergeben wollte.. *g*) und dann wurde ich am Tag des Einsendeschlusses noch fertig!! =) Als soziales Engagement habe ich unter anderem angegeben, dass ich Betreuerin beim Behindertensportfest in Rostock bin, Klavier und Badminton spiele, mich im Biologieunterricht meiner Schule für die getrennte Müllsammlung einsetze und wir diese letztendlich auch erreicht haben, dass ich im Chemie Kurs für den Tag der offenen Tür zuständig bin und die zukünftigen 5.Klässler in die Schule einführe und dass ich beispielsweise bei verschiedenen Projekten zur Völkerverständigung (z.B. Comeniusprojekt) bzw. an einem Olympiaprojekt teilgenommen habe.
Am Donnerstag, 03.03.2005 um ca. 16.30 (ich weiß es noch so ziemlich genau!! *g*) habe ich dann einen Anruf von Kultur- life bekommen. Ich war total überrascht. Silvia Brassel hat mir gesagt, dass der Ausschuss für das Stipendium heute getagt hätte und die Stipendiaten festliegen würden. In dem Moment war ich total ruhig, weil ich eigentlich eher mit einer Absage gerechnet hatte. Als dann kam: "Sie bieten dir ein Vollstipendium an" war ich sooo aus dem Häuschen…!! =) Ich kann das Gefühl noch immer nicht beschreiben, weil ich etwas ähnliches vorher noch nicht erlebt habe.
Dann war am 08. April die Stipendien Übergabe im Hauptbüro von Kultur- life in Kiel. Ich bin mit meinen Eltern hingefahren und es war wirklich schön dort. Dennis, Thoma, Frederick und Conny, die anderen Stipendiaten, waren da und es gab einen wunderschönen selbstgebackenen Kuchen mit einer riesigen Amerika-Flagge ´drauf. Ich war nicht direkt aufgeregt, aber vom Kuchen konnte ich trotzdem nur ein paar Stückchen essen! =)
Im Nachhinein muss ich sagen, dass die Vorbereitungszeit auf ein ATJ mit viel Nachdenken über seine eigenen Entscheidungen verbunden ist! Aber meiner Meinung nach, war die Zeit bisher auch sinnvoll und witzig. Zum einen habe ich durch die Stipendienvergabe und die Vorbereitungstreffen viele neue Freunde gefunden, aber zum anderen habe ich das Gefühl, dass ich durch das Nachdenken über die eigenen Stärken und Schwächen schon jetzt viel über mich gelernt habe.
Meine Monatsberichte
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Hallo ihr alle,
es begann im Herbst 2004. Ich hatte mich bei meiner Schulkoordinatorin nach möglichen Stipendien für ein Auslandsjahr erkundigt. Schon von klein auf, war es einer meiner ganz großen Träume, einmal die USA zu besuchen. Nachdem mein Bruder einen Austausch in den USA mitgemacht hatte, wollte ich diese Erfahrung auch unbedingt machen.
Doch mit den USA hatten meine Eltern so ihre Probleme. Mein Bruder hatte einige Komplikationen im Ausland und sie wollten dies nicht noch einmal durchmachen, denn es war keine leichte Zeit damals für meine Eltern, so weit weg. Der Austausch meines Bruders hat meine Eltern sehr geprägt und sie hatten die Vorstellung , dass das bei mir auch passieren könnte. Er hatte keine gute Erfahrung mit seiner Familie dort und außerdem stört meine Eltern, dass die Amerikaner doch kulturell viel einfacher gestrickt sind. Ferner fnden meine Eltern, dass mein Bruder sich sehr verändert hatte (nicht immer zum Positiven). Doch diese Bedenken waren für mich erst recht ein Grund in die USA zu gehen und sich deshalb um ein Stipendium zu bewerben. Denn sie würden im Falle eines Stipendiums bestimmt nicht " NEIN " sagen können. Zudem kann nur ein evtl. total gutes Auslandsjahr in den USA von mir ihre Vorurteile, Bedenken und Zweifel verschwinden lassen. Ich hatte nur eine Chance, ich mußte ein Stipendium bekommen!!!!
Ich bekam also von meiner Koordinatorin die Anmeldung für das Nordlichtstipendium. Ich fand es sehr gut, dass der Einsendeschluss relativ spät war und ich so meine Bewerbung erst einmal zur Seite legen konnte. Anfang Januar habe ich sie dann fertig gemacht und abgeschickt, es war gar kein großes Vorhaben, und war relativ leicht zu bewältigen. Ich dachte mir, viel falsch kann man nicht machen, negativ kann es sich nicht auswirken und man kann es ja mal versuchen. Sozial engagiert bin ich überwiegend in meiner Gemeinde. Ich bin Messdiener, habe eine Jugendgruppe, fahre als Leiter mit auf ein, von unser Gemeinde organisiertes, Zeltlager und helfe bei Veranstaltung aller Art gerne mit. Ansonsten engagiere ich mich in meiner Schule als Streitschlichter und bin nebenbei auch Klassensprecher. Auch habe ich in meinen Sommerferien ein Sozialpraktikum in dem Montessori Kindergarten unser Gemeinde gemacht. Ich war sehr begeistert. Doch neben meinem sozialem Engagement habe ich immer noch genug Zeit für meinen Sport, meine Freunde, die Familie und natürlich die Schule. Ihr seht, sich sozial oder gesellschaftlich zu engagieren ist nicht unbedingt schwer und auch nicht zeitaufwendiger als andere Dinge. Ihr braucht nur den guten Willen.
Die Zeit verging und ich wurde langsam nervös! Es ging immer weiter auf das Märzende zu. Doch dann, Ende März, erhielt ich den Anruf von KulturLife, dass ich für ein Teil-Stipendium vorgeschlagen wurde, was ich gar nicht mehr erwartet hatte. Ich war total baff und auch ein bisschen verwirrt. Nachdem ich das alles realisiert habe und meine Eltern zustimmten, habe ich mich dann total gefreut und war happy.
Einige Tage später ging es dann zur Stipendiumsvergabe, auf die ich mich schon freute, vor allem die anderen Stpendiaten kennen zu lernen. Alle waren sehr nett.
Ich wußte nicht, was auf mich zu kam, wie viele überhaupt ein Stipendium bekomen und: was sollte ich anziehen? Es war eine sehr schöne Veranstaltung und überhaupt nicht angespannt oder aufgespielt. Einfach eine rundum gute Atmosphäre. Mir hat es auf jeden Fall sehr gut gefallen und alle Kultur-Life Mitarbeiter waren sehr nett. Besonders toll fand ich , dass sie eine Torte gebacken haben mit der Flagge von den USA. Ich war sehr glücklich ----- ich gehe in die USA - Hurra !!!!
Gleich an diesem Wochenende kam dann noch das Vorbereitungswochenende. Vieles, was erzählt wurde, kannte ich zwar schon, doch es gab auch einiges Neues. Die Workshops, die wir hatten, waren total gut, was bestimmt auch daran lag, dass wir einen sehr netten Betreuer hatten, der das wirklich gut gemacht hat. Dieses Wochenende war auf jeden Fall nicht langweilig oder zu anstrengend.
Warum möchte ich überhaupt ins Ausland, und warum gerade in die USA? Na ja, ich bin generell sehr offen für neue Erfahrungen oder Herausforderung. An Herausforderungen wächst man und ein Auslandsjahr ist meiner Meinung nach eine sehr gute Erfahrung und Herausforderung. Man lernt neue Leute, eine andere Gesellschaft und eine neue Kultur kennen. Was ich auch ganz wichtig finde, ist, dass man sein Englisch wirklich sehr verbessert. Man wird dazu noch viel selbstständiger und bestimmt auch selbstbewusster.
Meiner Meinung nach ist die USA das perfekte Land für mich. Ich finde die Kultur und auch die Leute sehr interessant, auch wenn sie vielleicht ein bisschen bizarr sind. Aber das sind wir doch alle. Auch kommt meine Interesse bestimmt daher, dass ich Basketball spiele und dieser Sport ja in der USA ganz GROß geschrieben ist.
Ich bin auf jedenfall sehr gespannt, was mich erwartet, wo ich hinkomme. In der USA kann es einen ja fast überall hin verschlagen. Die Wüste Texas, der Strand Miamis, die Berge der Rocky Mountains, die Küste Californians oder die Ostküste mit Washington, Philli, Boston. Es kann alles kommen, und das macht mich wirklich schon ein bisschen verrückt. Ich bin so gespannt, wo ich hinkomme und habe sogar schon davon geträumt, wie es sein könnte und bin einfach nur tierisch aufgeregt und freue mich schon ungemein darauf, dass es endlich losgeht. Doch ich habe auch nicht zu große Erwartungen (oder ein bißchen doch ?), irgendwas in diese Richtung. Das ist glaub ich auch ganz wichtig, denn auf große Erwartungen kann eine noch größere Enttäuschung folgen. Also einfach das nehmen was kommt, das Beste daraus machen und Spaß haben.
Mittlerweile habe ich schon von den USA geträumt und zittere nun meiner Familie entgegen, denn das macht einen schon nervös, man weiß nicht, wo man hinkommt und wüncht sich natürlich doch was Tolles. Ich bin dankbar, dass ich durch mein Stipendium meinen Wunschtraum erfüllen kann und von der Weite Amerikas hoffentlich verzaubert werde!!!!
Meine Monatsberichte
Programmabbruch aus priv. Gründen
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Ich habe von dem Stipendium aus dem Papierkorb erfahren. Ich stand gerade in der Aula unserer Schule und meine visuelle Wahrnehmung erhaschte, als ich den Blick kurz schweifen ließ, die Worte "soziales Engagement", sie entstammten dem Flyer des Nordlicht Stipendiums. Jemand musste ihn -vermutlich aus Desinteresse- weggeworfen haben. Glück für mich. Belustigt las ich das Prospekt und die Voraussetzungen für eine Bewerbung. Nachdem ich gedanklich meine Aktivitäten abgecheckt hatte, kam ich zu dem Schluss, dass dies genau das Richtige für mich wäre. ;-) Mit dieser Einstellung bin ich dann an die Bewerbung gegangen. Et voilá. Hier bin ich nun, als Vollstipendiat.
Wie ich die Tage vor der Abreise erlebe?
Ich durchlebe sie genauer gesagt. Ich stecke zurzeit noch voll in verschiedenen Projekten, deren Deadline aber zusammen der 31. Juli ist. Danach freue ich mich auf ein Jahr in einer anderen Kultur. Ich bin mir sicher dass ich dort viele neue Menschen kennen lernen werde. Ich versuche mit möglichst wenigen Erwartungen in Amerika anzukommen, was nicht im negativen Sinne zu verstehen ist. So kann man sich viel leichter über jede Kleinigkeit freuen und das Erlebnis bzw. die Zeit in vollen Zügen auskosten/genießen :-).
Direkt aufgeregt bin ich eher nicht. Aber es gibt mir innerlich immer einen kleinen " Happy Jolt" wenn ich irgendwelche Termine aufschreibe/abgleiche und mir einfällt, dass ich ja bald nicht mehr in Deutschland sein werde. So kommt Amerika langsam in meinen Tagesablauf, sodass ich in den letzten Tagen vor der Abreise wahrscheinlich voll im Amerika Feeling sein werde. Es wird sicher eine interessante und herausfordernde Zeit sein.
DTT written
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